20.08.2015

USU Software AG meldet Umsatz- und Ergebniswachstum für Q2/2015 und erstes Halbjahr 2015

Vorstand erhöht unteres Level der Guidance und passt Planungskorridor an

  • Organische Umsatzsteigerung im zweiten Quartal 2015 von 11 %
  • Auslandsquote in Q2/2015 bei 36 % des Gesamtumsatzes
  • Lizenzerlöse steigen um 48 % im Vergleich zu Q2/2014
  • Produktgeschäft legt in Q2/2015 um 15 % zu – Servicegeschäft weiter verhalten
  • EBIT im Berichtsquartal um 49 % über Vorjahr - Bereinigtes EBIT steigt um 20%
  • Halbjahreszahlen 2015 liegen voll im Plan – positiver Forecast für Folgequartale
  • Vorstand erhöht unteres Level der Guidance und passt Planungskorridor an

Möglingen, 20. August 2015 – Die USU Software AG (ISIN DE000A0BVU28) erzielte im zweiten Quartal 2015 eine Steigerung der konzernweiten Umsatzerlöse nach IFRS um 11 % auf EUR 15,9 Mio. (Q2/2014: EUR 14,3 Mio.). Dieser Anstieg resultiert vor allem aus dem starken Auslandsgeschäft, welches im Berichtsquartal einen Umsatz von EUR 5,7 Mio. (Q2/2014: EUR 4,0 Mio.) zum Konzernumsatz beisteuerte und entsprechend überproportional um 42 % gegenüber dem Vorjahresquartal anstieg. Der Anteil der außerhalb Deutschlands generierten Umsatzerlöse am Gesamtumsatz der USU-Gruppe belief sich damit in Q2/2015 auf 36 % (Q2/2014: 28 %).

USU profitierte vor allem von einer deutlichen Ausweitung des Software-Lizenzgeschäftes. So stiegen im Berichtsquartal die Lizenzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 48 % auf EUR 3,3 Mio. (Q2/2014: EUR 2,3 Mio.). Zugleich baute die USU-Gruppe das Wartungsgeschäft, welches neben den Erlösen aus Software-Wartungsverträgen auch Umsätze aus Software-as-a-Service („SaaS“)-Projekten beinhaltet, um 28 % auf EUR 4,2 Mio. (Q2/2014: EUR 3,3 Mio.) aus. Lediglich das Beratungsgeschäft lag mit EUR 8,1 Mio. (Q2/2014: EUR 8,4 Mio.) um 4 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres, was insbesondere aus dem Rückgang des Umsatzes mit freien Mitarbeitern im Servicesegment von USU zurückzuführen ist. Demgemäß blieb das Segment „Servicegeschäft“ im zweiten Quartal 2015 mit einem Segmentumsatz von EUR 3,1 Mio. (Q2/2014: EUR 3,3 Mio.) um 6 % unter dem Vorjahreswert. Das Segment „Produktgeschäft“ konnte dagegen den positiven Trend der Vorquartale fortsetzen und die Segmenterlöse organisch um 15 % auf EUR 12,7 Mio. (Q2/2014: EUR 11,0 Mio.) ausbauen.

Die Kostenbasis der USU-Gruppe erhöhte sich in Q2/2015 um 9 % gegenüber dem Vorjahr auf EUR 14,0 Mio. (Q2/2014: EUR 12,9 Mio.). Aufgrund des überproportionalen Umsatz-anstiegs baute USU den Gewinn deutlich aus. So steigerte der USU-Konzern im Vorjahres-vergleich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen („EBITDA“) um 32 % auf EUR 2,3 Mio. (Q2/2014: EUR 1,7 Mio). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern („EBIT“) verbesserte sich von EUR 1,2 Mio. im zweiten Quartal 2014 auf EUR 1,7 Mio. in Q2/2015, was einem Anstieg um 49 % entspricht. Den Konzernüberschuss nach IFRS steigerte USU im Berichtsquartal um 39 % gegenüber dem Vorjahr auf EUR 1,4 Mio. (Q2/2014: EUR 1,0 Mio.), so dass sich das Ergebnis pro Aktie auf EUR 0,14 (Q2/2014: EUR 0,10) belief.

Das um akquisitionsbedingte Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern („Bereinigtes EBIT“) summierte sich im zweiten Quartal 2015 auf EUR 1,8 Mio. (Q2/2014: EUR 1,5 Mio.). Dies entspricht einem Zuwachs von 20 % gegenüber Q2/2014. Das Bereinigte Konzernergebnis steigerte USU von EUR 1,4 Mio. in Q2/2014 auf EUR 1,5 Mio. im Berichtsquartal. Das bedeutet eine Steigerung von 9 %. Das Bereinigte Ergebnis je Aktie verbesserte sich entsprechend auf EUR 0,14 (Q2/2014: EUR 0,13).

Auf Halbjahressicht steigerte USU den Konzernumsatz um 8 % gegenüber dem Vorjahr auf EUR 29,9 Mio. (Q1-Q2/2014: EUR 27,6 Mio.), was vor allem aus der anhaltenden Auslandsexpansion herrührt. So erhöhten sich die Auslandsumsätze der USU-Gruppe im Berichtshalbjahr um 46 % gegenüber dem Vorjahr auf EUR 4,2 Mio. (Q1-Q2/2014: EUR 2,8 Mio.). Hauptwachstumstreiber war im Berichtszeitraum das margenstarke Software-Lizenzgeschäft, welches um 27 % gegenüber dem Vorjahr auf EUR 5,5 Mio. (Q1-Q2/2014: EUR 4,1 Mio.) zulegte. Das Wartungsgeschäft steuerte inklusive der SaaS-Erlöse EUR 7,7 Mio. (Q1-Q2/2014: EUR 6,4 Mio.) zum Konzernumsatz bei, was einem Anstieg um 20 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Beratungsgeschäft lag im ersten Halbjahr 2015 mit EUR 16,6 Mio. (Q1-Q2/2014: EUR 16,6 Mio.) auf dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen Erlöse, die vorwiegend Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software beinhalten, beliefen sich auf insgesamt EUR 0,4 Mio. (Q1-Q2/2014: EUR 0,5 Mio.).

Segmentbezogen steuerte das „Produktgeschäft“ im ersten Halbjahr 2015 Erlöse von EUR 23,3 Mio. (Q1-Q2/2014: EUR 20,8 Mio.) zum Konzernumsatz bei, was im Vorjahresvergleich einem Anstieg um 12 % entspricht. USU profitierte hierbei vor allem aus dem Ausbau des Lizenz- und Wartungsgeschäftes. Dagegen blieb der beratungsbezogene Umsatz des Segments „Servicegeschäft“ aufgrund des reduzierten Freelancer-Geschäfts mit EUR 6,4 Mio. (Q1-Q2/2014: EUR 6,8 Mio.) um 5 % unter dem Vorjahr. Damit erhöhte sich der Anteil des Produktsegmentes am Konzernumsatz von 75 % im Vorjahr auf nunmehr 78 %.

Infolge des deutlichen Ausbaus des margenstarken Produktgeschäftes und einer zugleich nur moderaten Kostenausweitung erzielte die USU-Gruppe in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2015 eine signifikante Ergebnissteigerung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014. So baute USU das EBITDA im Berichtshalbjahr um 51% gegenüber dem Vorjahr auf EUR 3,5 Mio. (Q1-Q2/2014: EUR 2,3 Mio.) aus, während sich das EBIT im gleichen Zeitraum auf EUR 2,5 Mio. (Q1-Q2/2014: EUR 1,2 Mio.) annähernd verdoppelte. Das Konzernergebnis nach IFRS verbesserte USU von EUR 1,0 Mio. im Vorjahr auf EUR 2,4 Mio. im Berichtshalbjahr, was einem Anstieg um 148 % entspricht. Das Ergebnis pro Aktie summierte sich auf Halbjahressicht auf EUR 0,23 (Q1-Q2/2014: EUR 0,09).

Das Bereinigtes EBIT steigerte die USU-Gruppe im ersten Halbjahr 2015 um 46 % gegenüber dem Vorjahr auf EUR 2,9 Mio. (Q1-Q2/2014: EUR 2,0 Mio.). Zugleich baute USU das Bereinigte Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 60 % auf EUR 2,8 Mio. (Q1-Q2/2014: EUR 1,7 Mio.) aus. Das Bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhte der USU-Konzern im Vorjahresvergleich entsprechend auf EUR 0,26 (Q1-Q2/2014: EUR 0,16).

Im Einklang mit der positiven Gewinnentwicklung baute USU in den ersten beiden Quartalen des laufenden Geschäftsjahres die Konzernliquidität weiter aus. Trotz der im Berichtsquartal erfolgten finalen Kaufpreiszahlung für die Übernahme der B.I.G. Social Media GmbH sowie der Dividendenzahlung an die Aktionäre erhöhte USU die liquiden und liquiditätsnahen Mittel zum 30. Juni 2015 auf EUR 19,3 Mio. (31. Dezember 2014: EUR 18,9 Mio.). Zugleich verringerte sich das Eigenkapital der USU-Gruppe im Zuge der Dividendenausschüttung auf EUR 54,8 Mio. (31. Dezember 2014: EUR 55,6 Mio.), während das Fremdkapital, unter anderem bedingt durch die Tilgung der Kaufpreisverbindlichkeiten für die endgültige BIG-Übernahme, auf EUR 28,5 Mio. (31. Dezember 2014: EUR 29,6 Mio.) zurückging. Bei einer Bilanzsumme von EUR 83,3 Mio. (31. Dezember 2014: EUR 85,2 Mio.) erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 65 % zum 31. Dezember 2014 auf 66 % zum 30. Juni 2015.

Für das zweite Halbjahr 2015 erwartet der Vorstand, den Wachstumstrend der vorangegangenen Quartale erfolgreich fortzusetzen. Dabei soll insbesondere das Auslandsgeschäft weiter zulegen. Dazu beitragen sollen die weitere Durchdringung des US-Marktes sowie der Ausbau der Aktivitäten in Zentraleuropa. Zugleich soll auch das Inlandsgeschäft weiter wachsen. Vor allem aus den Big-Data-bezogenen Bereichen Lizenz-, IT- und Knowledge Management sowie Social Business erwartet der Vorstand den deutlichen Ausbau des margenstarken Produktgeschäftes. Hierzu wird ab dem dritten Quartal 2015 auch die neue Konzerntochter SecurIntegration GmbH beitragen.

Dagegen wird das margenschwächere Servicegeschäft, mit dem USU produktunabhängige Beratungsumsätze aus Individualprojekten generiert, durch das rückläufige Beratungsgeschäft mit Freelancern gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich leicht schwächer ausfallen. Aufgrund des anhaltend starken Produktgeschäftes, des bestehenden Auftragsbestandes von EUR 32,9 Mio. (30. Juni 2014: EUR 27,0 Mio.) sowie des aktuellen Forecasts hat der Vorstand das untere Level der Guidance unter den vorgenannten Prämissen leicht angehoben und entsprechend den Planungskorridor angepasst. Die Planung für die USU-Gruppe sieht nunmehr vor, die konzernweiten Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2015 auf EUR 65 – 68 Mio. (zuvor: EUR 64 – 68 Mio.) auszuweiten und zugleich das Bereinigte EBIT überproportional auf EUR 8,5 – 9,5 Mio. (zuvor: EUR 8,0 – 9,5 Mio.) zu steigern.

Auf Basis dieser Prognose plant der Vorstand, die Anteilseigner der USU Software AG auch für 2015 wie in den Vorjahren am operativen Unternehmenserfolg der Gesellschaft zu beteiligen und insofern die aktionärsfreundliche Dividendenpolitik im Sinne einer nachhaltigen Kontinuität fortzuführen. Der Vorstand geht zudem aufgrund des stark florierenden Auslandsgeschäftes, der weiterhin hohen Potenziale im deutschen Kernmarkt sowie der wachstumsorientierten Akquisitionspolitik der USU-Gruppe nach wie vor davon aus, die Mittelfristplanung eines Umsatzes von über EUR 100 Mio. bei einer auf über 15 % ausgebauten Marge auf Basis des Bereinigten EBIT bis zum Jahr 2017 umzusetzen.

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